Nov 25, 2013 | Post by: Hermine Mandl Kommentare deaktiviert

Worum geht’s bei der Psychosomatischen Medizin?

Dr. Cora Stefanie Weber, Oberärztin der Abteilung Psychosomatik und Psychotherapie der Charité Berlin, erklärt in einem DW-Expertengespräch auf einfache und verständliche Weise, womit sich Psychosomatische Medizin befasst.

Der Mensch kann seine kognitiven Fähigkeiten bewusst beeinflussen – dazu zählen u.a. Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Kreativität, Planen, Orientieren, Imagination, Argumentation, Introspektion, Wille. 

Im Gegensatz zu den kognitiven Fertigkeiten haben wir auf unser autonomes Nervensystem (ANS) keinen direkten Einfluss. Dieses kontrolliert lebenswichtige Funktionen (“Vitalfunktionen”) wie Atmung, Verdauung und Stoffwechsel sowie einzelne Organe oder Organsysteme. Es spielt bei den sogenannten Zivilisationserkrankungen eine große Rolle, welche in den westlichen Industrieländern häufig vorkommen -  darunter Bluthochdruck, Herzinfarkte oder Diabetes.

Wird das autonome Nervensystem durch chronischen oder unbewussten Stress überbeansprucht, so übernimmt es die Regie und der Patient entwickelt körperliche Symptome – z.B. wird der Herzschlag beschleunigt, der Blutdruck erhöht und ein Schwindelgefühl tritt auf. Die Wechselwirkung zwischen diesen bewussten und unbewussten Mechanismen und deren Auswirkung auf die menschliche Gesundheit ist eine wesentliche Aufgabe der Psychosomatischen Medizin.

Tipp: DW-Interview mit Dr. Cora Weber auf YouTube aus dem Jahr 2011.

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